Mehr Profit im Private Banking - Interview with Jörg Ludewig, HASPA
01-Oct-2005 / Banken und Sparkassen, Oct 2005
| Sparkassen entdecken mehr das Geschäftsfeld Banking für sich und wollen
verstärkt ausbauen. Wer Wettbewerb um vermögende Privatkunden bestehen
will, muss die Kundenzufriedenheit und –bindung verbesserten Serviceleistungen
stärken. Dazu ist eine effiziente ITStruktur unumgäglich, kostenoptimierte
Prozesse innerhalb Bankorganisation zu gewährleisten. Das dies keine Utopie
bleiben zeigt die neueste Entscheidung Hamburger Sparkasse.
Hatten sich Sparkassen bisher vor allem auf das breite Spektrum des Retail Banking konzentriert, stellen sie nun fest, dass eine wachsende Zahl ihrer Kunden gutverdienend oder vermögend ist. Diese Klientel wollen sie nicht länger den Privatbanken überlassen, sondern selbst betreuen. Der Private Banking- Markt hat sich mittlerweile zu einem lukrativen Markt entwickelt. Experten schätzen die Zahl der Deutschen, die mehr als 300.000 Euro liquide Mittel zur Verfügung haben, auf 1,6 Millionen. Die Sparkassen haben gute Voraussetzungen für die Erschließung dieses Marktes, verfügen sie als Marktführer doch über einen Stamm von mehr als 50 Millionen deutschen Kunden. Zudem besitzen sie je nach Definition des Private Banking-Segmentes einen Markanteil zwischen 10 und 25 Prozent. Diesen Trend hin zum Private Banking haben ausländische Banken längst entdeckt. Im vergangenen Jahr haben Finanzinstitute wie zum Beispiel UBS, LGT, Pictet & Cie. und ABN AMRO neue Niederlassungen in Deutschland gegründet oder ihre Präsenz ausgebaut. Hier ist gerade die UBS mit der Übernahme von Sauerborn Trust sehr aktiv. Aber auch im Inland wird kräftig zugekauft. Der Kauf der Weberbank belegt, dass sich auch die WestLB wieder stärker auf das Geschäft mit vermögenden Privatkunden konzentriert, nachdem sie erst vor ein paar Jahren ihre Private Banking-Aktivitäten an Merck Finck verkauft hat. |
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