1-Jun-05
Viele Sparkassen wachsen in das Geschäftsfeld Private Banking hinein, während die Sparkassen-Pioniere auf diesem Feld ihr Geschäft bereits ausbauen. Wer im Wettbewerb um vermögende Privatkunden bestehen will, muss ihnen zunächst einen hohen Servicestandard bieten. Dazu ist eine effiziente IT-Struktur unabdingbar, weil sie kostengünstige Organisationsstrukturen sicherstellt. Anschauungsunterricht dafür bietet die Hamburger Sparkasse.
Hatten sich Sparkassen bisher auf das breite Spektrum des Retail-Bankings konzentriert, stellen sie nun fest, dass eine wachsende Zahl ihrer Kunden gutverdienend oder vermögend ist. Diese Klientel wollen sie nicht länger an die Privatbanken verlieren, sondern selbst weiterbetreuen. Dieser Private-Banking-Markt hat sich mittlerweile zu einem lukrativen Markt entwickelt. Experten schätzen die Zahl der Deutschen, die mehr als 300 000 Euro liquide Mittel zur Verfügung haben, auf 1,6 Millionen.
Die Sparkassen haben gute Voraussetzungen für die Erschließung dieses Markts, verfügen sie als Marktführer doch über einen Stamm von mehr als 50 Millionen Kunden. Zudem besitzen sie je nach Definition des Private-Banking-Segments einen Markanteil zwischen 10 und 25 %.
Diesen Trend hin zum Private Banking haben ausländische Banken längst entdeckt. Im vergangenen Jahr haben Finanzinstitute wie UBS, LGT, Pictet & Cie. und ABN AMRO neue Niederlassungen in Deutschland gegründet oder ihre Präsenz ausgebaut. Hier ist gerade die UBS mit der Übernahme von Sauerborn Trust sehr aktiv. Der Kauf der Weberbank belegt, dass sich auch die WestLB wieder stärker auf das Geschäft mit der vermögenden Privatkundschaft konzentriert, nachdem sie erst vor ein paar Jahren ihre Private-Banking-Aktivitäten an Merck Finck verkauft hat...
Please download the PDF to continue reading this article
